Betreuung

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zur Betreuung

Die Bewohner eines Pavillons werden durch ein Team von ca. 12 Personen betreut. Wäre ein kleineres Team, welches sich um weniger Gäste kümmert, nicht sinnvoller?

Wir sehen in der Betreuung der einzelnen Gäste durch grössere, fix zugeteilte Teams den Vorteil, dass im Gast-Betreuer-Verhältnis zwar eine grosse Bindung, aber keine Abhängigkeit entsteht. So ist ein allfälliger Ausfall eines einzelnen Betreuers, z.B. wegen Krankheit oder Wegzug, nicht so schmerzhaft. Zudem kann der Gast selbst entscheiden, zu wem er ein engeres Verhältnis pflegen möchte. Ebenso können wir auf sich ändernde «Verträglichkeiten» zwischen einzelnen Gästen und Betreuern reagieren.

Die Pflegebereitschaft ohne «Minutenlimite» kann nur durch genügend Personal sichergestellt werden.

Wir erachten es überdies als sinnvoll, dann mehr Personal einzusetzen, wenn mehr Manpower notwendig ist (z.B. Aktivierung tagsüber).

Wo sehen Sie die Stärken des Vivo bene Teams in der Betreuung von Menschen mit Pflegebedürfnissen?

Unser Team besteht aus Experten, die über die notwendige Ausbildung, aber noch viel mehr über persönliche Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Pflegebedürfnissen (und speziell mit Dementen) und Respekt vor dem Individuum mit seiner Biographie verfügen. Wir teilen diese Erfahrungen miteinander und geben uns gegenseitig Feedback zu unserem Handeln. Von diesem Austausch profitieren sowohl unsere Gäste als auch wir selbst, denn die Schlussfolgerung, dass einem die eigene Biographie alles lehrt, wäre fatal.

Bedeutet das professionelle Auftreten von Vivo bene nicht gleichzeitig, dass die Betreuung weniger herzlich ist als in sogenannten familiären Einrichtungen?

Unseres Erachtens schliessen sich Kompetenz und Herzlichkeit keineswegs aus. Die liebevolle und individuelle Betreuung unserer Gäste ist uns enorm wichtig. Dazu braucht es neben der entsprechenden Einstellung unserer Betreuer aber auch die richtige fachliche Unterstützung und Ausbildung, damit die Pflege und Betreuung nicht nur gut gemeint, sondern auch gut umgesetzt ist.

Wie ist das Betreuungs- und Pflegeteam zusammengesetzt?

Unser Team besteht aus Schweizer und thailändischen Fachkräften, alle Betreuer sind für den Umgang mit Menschen mit Pflegebedürfnissen und speziell auch auf Demenz geschult. Obwohl die thailändischen Pflegenden sehr gut ausgebildet sind, sind Schweizer Mitarbeiter für das Verständnis der Sprache und der europäischen Kultur enorm wichtig. Deswegen arbeitet in jedem Pavillon eine deutschsprechende Person aus der Schweiz oder Europa.

Gibt es deutschsprachige Mitarbeiter vor Ort, wie verständige ich mich in Thailand?

Die leitenden Mitarbeiter vor Ort sind deutschsprachige Schweizer. Die thailändischen Mitarbeiter sprechen Englisch und haben einen Deutsch-Grundkurs absolviert. Es ist zu jeder Tages- und Nachtzeit ein deutschsprachiger Mitarbeiter anwesend.

Warum entscheidet sich qualifiziertes Schweizer Personal dafür, in Thailand zu arbeiten?

Wir sind in der Lage, attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten. So haben wir z.B. bewusst auf die Unterteilung in detaillierte Pflegestufen verzichtet, was den administrativen Aufwand erheblich reduziert. Aufgrund solcher Möglichkeiten hat unser Personal mehr Zeit für den zu betreuenden Menschen. Zudem ist Thailand ein sehr schönes Land und bei Expats durchaus beliebt.

Bestehen Unterschiede in der Betreuung von Ferien- und Langzeitgästen?

Grundsätzlich möchten alle unsere Gäste, egal wie lange sie bei uns bleiben, eine persönliche, individuelle Betreuung und einen angenehmen Aufenthalt. Ob sie mehr oder weniger Kontakt zu anderen Gästen pflegen, mehr oder weniger Aktivitäten besuchen oder intensivere Betreuung benötigen, hängt von ihrem Charakter, ihren Wünschen und ihrem Gesundheitszustand ab, nicht davon, wie lange sie bei uns bleiben. Darum führen wir mit den Gästen vor ihrer Buchung ein intensives Gespräch.

Unterschiede bestehen in organisatorischen Dingen wie z.B. dem benötigten Visum und der Tatsache, dass wir unsere Dauergäste länger und damit besser kennenlernen können.

Gibt es bei Vivo bene Aufnahmekriterien für Ferien- oder Langzeitgäste?

Es ist uns wichtig, dass unsere Gäste sich bei uns wohl fühlen. Deswegen klären wir in einem ausführlichen Gespräch vor einer Reisebuchung die Situation des interessierten Gastes ab. Zusätzlich verlangen wir ein Arztzeugnis, welches u.a. die Reise- und Tropentauglichkeit des Betroffenen bestätigt. Im Anschluss entscheiden wir gemeinsam mit dem Gast, ob wir eine Reise nach Chiang Mai verantworten können und erlauben uns allenfalls – auch und insbesondere im Interesse des Gastes – auf eine Buchung zu verzichten. Gerne bieten wir mögliche Hilfestellungen, damit ein Aufenthalt auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist.

Für wen ist das Angebot von Vivo bene?

Unser Angebot steht grundsätzlich allen Interessierten offen, deren Gesundheitszustand es zulässt. Angesprochen sind in erster Linie Menschen mit Pflegebedürfnissen und ihre Angehörigen. Unser Personal ist speziell spezialisiert auf Gäste mit Gedächtnisstörungen unterschiedlichen Schweregrades.

Welche Abklärungen nehmen Sie in der Schweiz vor und warum?

Wir führen mit allen Gästen und/oder Angehörigen, die konkret eine Reise bei uns buchen möchten, ein telefonisches oder persönliches Gespräch. Dieses Gespräch dient einem ersten Kennenlernen. Vor allem aber ist es uns wichtig, ein möglichst umfassendes Bild unseres Kunden zu gewinnen. Hierzu wird innerhalb des Gesprächs ein ausführlicher Fragebogen ausgefüllt, der dazu dient, alle relevanten Informationen bezüglich des Gesundheitszustandes und der Lebensgewohnheiten des Kunden zu erörtern. Weiterhin bitten wir unsere Kunden ein ärztliches Zeugnis sowie ein Fit to Fly Attest von ihrem behandelnden Arzt ausfüllen zu lassen. Diese ausführliche Abklärung bietet uns die Möglichkeit, unseren Kunden nach der Reise einen persönlichen Empfang zu bereiten ohne grossen administrativen Aufwand vor Ort.

Ist das Betreuungsprogramm (Aktivitäten und Ausflüge) ein «Pflichtprogramm»?

Nein, das Betreuungsprogramm ist freiwillig und zudem individuell anpassbar, je nach den Bedürfnissen des Einzelnen.

Was passiert, wenn ein Gast eine Hin- oder Weglauftendenz hat und das Village unbemerkt verlässt?

Vivo bene kann aufgrund der grossen Anzahl an Personal ein hohes Mass an Betreuung gewähren. Das gesamte Gelände um das Village wird von einem Zaun umgeben. Dieser bietet Schutz und Sicherheit ohne «Gefängnischarakter». Ausserdem gibt es einen Sicherheitsposten an der Einfahrt, der 24 Stunden pro Tag durchgehend von Wachpersonal besetzt ist.

Vivo bene ist in der gesamten Umgebung bekannt und in der Gemeinde integriert, so dass unsere Gäste auch von den einheimischen Menschen zugeordnet werden können und zurück begleitet werden. In Thailand hat das Alter einen anderen Stellenwert; Senioren geniessen hier grössten Respekt.

Kann ich meine/n Partner/in während einer bestimmten Zeit vor Ort allein lassen?

Die vollumfängliche, persönliche Betreuung und die «Rund um die Uhr-Pflege» ist eines unserer obersten Gebote. Nach einigen Tagen Eingewöhnung, einem persönlichen Kennenlernen und intensiven Informationsaustausch können Sie als Betreuungsperson sorglos (zum Beispiel) Urlaub während den Vivo bene Ferien machen.

Wie weit geht die Pflegebetreuung vor Ort?

Die Pflegebetreuung ist fachlich auf dem gleichen Niveau wie in der Schweiz. Durch den höheren Personalschlüssel haben wir vor Ort jedoch die Möglichkeit, intensiver und umfassender auf die Bedürfnisse und Wünsche des einzelnen Gastes einzugehen. Wir sind in der Lage, den Menschen als ganzheitliches Wesen wahrzunehmen. Bei uns geht die Betreuung soweit, wie dies von unseren Kunden gewünscht wird. Wir bieten so unaufdringlich wie möglich so viel Hilfestellung wie nötig/gewünscht.

Wozu dienen die ganzen Angaben, die im Vorfeld erbeten werden?

Diese Angaben werden angefragt, damit sich das Vivo bene Team vor Ort bereits vor Beginn der Ferien oder des Langzeitaufenthalts ein erstes Bild des Gastes machen kann. So kann vorab ermittelt werden, welcher Pavillon der passende ist, welches Programm gegebenenfalls angeboten werden kann (Anpassungen sind jederzeit möglich!) oder auch welche Vorkehrungen getroffen werden müssen. Zudem erleichtert es die Ankunft vor Ort, da dann keine grösseren Aufnahmegespräche mehr notwendig sind, sondern der Gast erst einmal in Ruhe einleben kann.

Welche Möglichkeiten gibt es, mit den Angehörigen und Freunden in der Schweiz oder in anderen Ländern zu kommunizieren?

Sie haben die Möglichkeit, via Skype oder VOIP mit den Angehörigen und Freunden weltweit zu kommunizieren. Selbstverständlich erhalten Sie Hilfestellung bei der Einrichtung dieser Möglichkeit