Das ganze Vivo bene Team hat ein sehr hohes, professionelles Niveau.

Dr. med. Andreas Studer

Dr. med. Andreas Studer ist Spezialist für Psychiatrie im Alter. Als Leitender Arzt des Felix Platter-Spitals in Basel, Universitäre Altersmedizin und Rehabilitation, und Leiter der Psychogeriatrischen Abteilung gilt sein Hauptinteresse den Demenzkrankheiten. Im Januar 2015 nahm er an einem Expertentreffen im Vivo bene Village in Chiang Mai teil. Für ihn ist das Vivo bene Village mit seinem Konzept eine wertvolle Hilfe für Menschen, die nicht mehr in üblichen Hotels Ferien machen können und eine Auszeit brauchen.

Vivo bene: Welchen Eindruck hatten Sie vom Vivo bene Village?

Dr. med. Andreas Studer: Ich bin – offen gesagt – sehr skeptisch nach Thailand gefahren. Es gibt bei einer solchen Anlage rasch Vorwürfe, man wolle Menschen ins Ausland abschieben. Das ist bei Vivo bene aber überhaupt nicht der Fall. Ich war sehr positiv überrascht.

Was hat Sie überzeugt?

Überzeugt haben mich die sehr gut konzipierte und attraktive Infrastruktur sowie das top ausgebildete und geschulte Personal. Die Anlage ist baulich ideal für Menschen mit Demenz oder körperlichen Behinderungen. Sie können sich frei bewegen, sind aber sicher betreut. Alles ist behindertengerecht. Und das ganze Village ist ästhetisch schön und hat mich sehr angesprochen.

Sie sagen, das Personal habe Sie auch überzeugt. Wie haben Sie das Personal anlässlich Ihres Expertentreffens erlebt?

Die Mitarbeitenden sind sehr qualifiziert. Die Pflegerinnen haben eine gute Ausbildung als Krankenschwestern, die sich am amerikanischen System orientiert Vivo bene schult sie zusätzlich durch Schweizer Fachexpertinnen in Pflege- und Demenzfragen und auch im Umgang mit den demenzkranken Patienten. Das ganze Vivo bene Team hat ein sehr hohes, professionelles Niveau.

Welchen Gästen empfehlen Sie den Aufenthalt bei Vivo bene?

Die Betreuung und Pflege von Menschen ist oft zeitlich und psychisch sehr belastend. Da hilft es, wenn man einmal aus dem Alltag ausbrechen und sich erholen kann. Vivo bene macht das möglich. Das Konzept ist ideal für Patienten und Angehörige, die eine Auszeit brauchen und sich erholen wollen. Allerdings ist es einfacher, wenn man schon früher geflogen ist und Freude an anderen Kulturen hat. Auch ist ideal, wenn man noch beweglich ist und etwas Englisch spricht.

Sie sagen, das Village sei insbesondere für Gäste geeignet, die eine Auszeit brauchen. Weshalb?

Viele Menschen schätzen das angenehme subtropische Klima in Chiang Mai, die gute Küche und die Exotik Thailands. Vor allem aber sind bei Vivo bene Aktivitäten möglich, die zuhause oft nicht mehr gehen. Es können gemeinsam Ausflüge gemacht werden. Die Angehörigen können aber auch auf eigene Faust unterwegs sein und wissen, dass sich die Mitarbeitenden von Vivo bene in dieser Zeit bestens um die Patienten kümmern. So können Angehörige abschalten und sich sehr gut erholen.

Können Sie sich Vivo bene auch als Aufenthaltsort für längere Zeit vorstellen?

Absolut. Die Menschen in Nordthailand sind sehr zuvorkommend und freundlich. In der Umgebung von Chang Mai leben viele Europäer und Amerikaner, die ihren Lebensabend dort verbringen – übrigens auch sehr viele Schweizer. Wer länger oder ganz dort bleiben will, sollte aber auf jeden Fall erst ein paar Mal im Rahmen von Ferien testen, wie es ihm gefällt. Das ist ja problemlos möglich.

Wagen wir noch einen Blick in die Zukunft. Wie könnte sich Vivo bene weiter entwickeln?

Vivo bene war ursprünglich stark auf Menschen mit Demenz und ihre Angehörige ausgerichtet. Ich bin aber überzeugt, dass das Konzept auch anderen Menschen hilft, die nicht mehr in üblichen Hotels Ferien machen können. Beispielsweise Menschen mit MS oder mit halbseitigen Lähmungen nach Schlaganfällen. Infrastruktur und Personal sind bestens dafür geeignet. Und auch solche Patienten und ihre Angehörigen brauchen ab und zu eine Auszeit! Vivo bene kann hier schon heute helfen.

Interview: Daniel Deicher (30. April 2015)