Der Gast steht im Zentrum. Die Standards sind top…

Loretta Giacopuzzi Schätti

Loretta Giacopuzzi Schätti ist renommierte Expertin für die Pflege älterer Menschen, auch für Psychiatriepflege. Die Pflege-Leiterin des Fachbereichs «Gerontopsychiatrie» der kantonalen psychiatrischen Dienste St. Gallen in Wil besuchte im Januar 2015 im Rahmen eines Expertentreffens das Vivo bene Village in Chiang Mai. Die 58-jährige Fachfrau ist von der Anlage, vom Konzept und vom Personal bei Vivo bene begeistert.

Vivo bene: Sie haben im Januar 2015 zum ersten Mal das Vivo bene Village besucht. Welchen Eindruck hatten Sie?

Loretta Giacopuzzi Schätti: Ich hatte einen super Eindruck. Das Konzept von Vivo bene hat mich überzeugt, weil der Kunde und die Kundin im Mittelpunkt stehen. Das wird von allen Beteiligten gelebt. Vivo bene verkauft nicht einfach ein Standardprodukt sondern geht auf die Bedürfnisse der Gäste ein.

Wie ist es möglich, auf die Bedürfnisse einzugehen? Der Grossteil des Personals stammt doch aus Thailand. Sie haben sich ja am Expertentreffen über die Ausbildung des thailändischen Pflegepersonals und die Betreuung der Gäste informieren lassen …

Hier legt Vivo bene grossen Wert darauf, das haben wir am Expertentreffen gesehen. Das Personal ist gut ausgebildet (alle dipl. Pflegefachpersonen haben einen Abschluss auf Niveau Bachelor), muss Deutsch lernen und sich mit der schweizerischen, respektive der europäischen Kultur auseinandersetzen. Die Leitung ist in Schweizer Hand. Pflegestandards, Beschäftigungsprogramme, Unterhaltung: Alles entspricht den neusten Erkenntnissen für die Pflege von Menschen, insbesondere solchen mit einer Demenz.

Hat Sie diese Feststellung überrascht?

Ich gebe ehrlich zu: Bei der Anreise zum Expertentreffen war ich skeptisch. Ich fragte mich, ob da nicht einfach jemand Geld verdienen will und Menschen im Alter ins Ausland abgeschoben werden. Der Besuch bei Vivo bene hat mich klar vom Gegenteil überzeugt. Der Gast steht im Zentrum, die Standards sind top, von Abschieben kann keine Rede sein.

Sie sagten, Sie hätten einen super Eindruck. Wie gefällt Ihnen die Anlage?

Das Vivo bene Village ist sehr edel und schön. Man fühlt sich dort wohl, alles ist grosszügig. Baulich ist die Anlage optimal auf Menschen mit Pflegebedürfnissen ausgerichtet.

Für welche Gäste ist das Village aus Ihrer Sicht geeignet?

Vivo bene eignet sich ideal für Paare bei denen der eine Pflege braucht und der andere gesund ist, aber den kranken Partner pflegt und betreut, welche wieder einmal Ferien machen möchten. Obwohl die Anlage Schweizer Standards hat, sollten die Gäste keine Ängste vor Reisen und fremden Kulturen haben. Ich kann mir auch vorstellen, dass einzelne Gäste ganz dort bleiben und ihren Lebensabend bei Vivo bene verbringen. Vorher sollte man das aber bei zwei oder drei Aufenthalten ausprobieren.

Sie sagen, Vivo bene sei ideal für Menschen, die Pflege brauchen. Was macht das Konzept so besonders?

Menschen, die andere pflegen, haben oft eine enorme Belastung. Hier hilft Vivo bene. Es gibt tolle Erlebnisse und Programme für beide Seiten (den kranken und den gesunden Menschen). Die Menschen, die durch die Pflege ihres Partners/ihrer Partnerin meistens recht angebunden sind, können ohne schlechtes Gewissen wieder einmal einen Ausflug machen, beispielsweise eine Tour zu den Elefanten oder auf den Markt gehen. Sie wissen, dass ihr kranker Partner in dieser Zeit bestens betreut ist. Oder sie können je nach Angebot auch zusammen Ausflüge machen. Diese werden immer von einer Pflegefachperson begleitet.

Wäre das nicht auch in der Schweiz möglich?

Verschiedene Alzheimervereinigungen bieten Ferien für Paare an. Das ist eine gute Sache. Für Paare, die früher schon reisten und fremde Kulturen kennen, ist Thailand ein ideales Urlaubsland. Die Bevölkerung und die Mitarbeitenden von Vivo bene haben einen grossen Respekt vor dem Alter und sie gehen wunderbar mit den Gästen um. Bei uns trauen sich Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen oft kaum mehr in die Öffentlichkeit. Oftmals haben sie Angst vor unangenehmen Begegnungen. Das ist in Thailand weniger ein Problem.

Was raten Sie Menschen, die bei Vivo bene Ferien mit Pflege buchen wollen?

Diese Menschen haben einen wundervollen Aufenthalt vor sich. Ich rate Ihnen jedoch, sich sorgfältig vorzubereiten, alles gut abzuklären und sich bewusst zu sein, dass die Reise weit ist. Ein beratendes Gespräch mit dem Hausarzt ist dabei unbedingt erforderlich. Auf Wunsch bietet Vivo bene ja auch eine Reisebegleitung an. Auch empfehle ich für eine gute Erholung, mindestens drei Wochen zu bleiben.

Was geben Sie den Verantwortlichen von Vivo bene mit in die Zukunft?

Bei unserem Expertentreffen habe ich gesehen, wie innovativ das Vivo bene Team ist. Sie waren offen für Vorschläge, optimieren auch kleinste Details und engagieren sich für ihre Gäste. Vivo bene ist ein Angebot, das es braucht und das Zukunft hat. Davon bin ich überzeugt. Mir gefällt das Konzept so, dass ich soeben meinem Schwager und meiner Schwägerin zu einer Reise geraten habe.

Interview: Daniel Deicher (29. April 2015)